Organist  hl geist

Der Besinnungsweg zu den „Früchten des Hl. Geistes“

Erzbischof Dr. Alois- Kothgasser Besinnungsweg

 

 

 

 

 

 

 

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STATION 1

  • Inhalt: Labyrinth
  • Bibelstelle: Wenn wir aus dem Geist leben, dann wollen wir dem Geist auch folgen! Gal 5,25
  • Künstlerin: Petra Astl
  • Interpretation der Künstlerin

Dieses Metallrohr stellt das Leben dar. Durch die Säule hindurch verläuft die Lebenslinie mit ihren mäanderartigen Verschlingungen. Durch Ordnung ist es leichter einen Ausweg im Labyrinth des Lebens zu finden, das hier mit klarer, geometrischer Linienführung zum Ausdruck gebracht wird. Bewusstes Vermeiden von organischen Formen vermittelt eine gewisse Klarheit, in der man nicht so schnell den Überblick verlieren kann. Die Steine symbolisieren Hindernisse.

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STATION 2

  • Inhalt: Schöpfergeist: Sturm, Wind, Säuseln
  • Bibelstelle: Der Geist weht, wo er will! Und du hörst sein Sausen; aber du weißt nicht, woher er kommt und wohin er geht! So verhält es sich mit jedem, der aus dem Geist geboren ist! Joh 3,8
  • Künstler: Manfred Hellweger, Christoph Ganser
  • Interpretation der Künstler

Der heilige Geist in Form des Windes zeigt seine Anwesenheit durch das Bewegen des Windspiels. Der mächtige Stein, der durch ein Stahlseil in der Luft gehalten wird, soll das Spiel im Gleichgewicht halten. Die verschiedenen Materialien wie Stein, Metall und Holz stehen für die Vielfalt im Leben. Die Bäume symbolisieren das tragende Element, ohne die es kein Leben geben würde. Der Metallring stellt eine Verbindung zwischen den verschiedenen Materialien dar und drückt aus, dass Verschiedenartigkeit eine Einheit bilden kann und das Zusammenleben somit ermöglicht.

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STATION 3

  • Inhalt: Geist führt in die Weite
  • Bibelstelle: Er führt mich hinaus ins Weite! Er brachte mir Rettung, weil er mich liebt! Psalm 18,20
  • Künstler: Anna-Maria Hörfarter, Peter Huber, Flora Riccabona
  • Interpretation der Künstler

An unseren Entwurf haben wir die Anforderung einer zeitlosen, kostengünstigen Lösung gestellt. Die schlanken Lettern verkörpern metaphorisch den Bibeltext „Blick in die Weite“. Gestalterische Reduktion und die Transferleistung zwischen Text und erlebten Eindruck, sollten den imposanten Ausblick auf Stift Stams nicht einschränken, sondern dem Wanderer bewusst machen.

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STATION 4

  • Inhalt: Früchte des Geistes
  • Bibelstelle:Die Frucht des Geistes aber ist: Liebe, Freude, Friede, Langmut, Freundlichkeit, Güte, Treue, Sanftmut und Selbstbeherrschung! Gal 5,11 und 23a
  • Künstlerin: Sonja Erler
  • Interpretation der Künstlerin

Bei dieser Station war es mir sehr wichtig, die Natürlichkeit dieses schönen Platzes beizubehalten. Deshalb verwendete ich Holz für meine Arbeit. Meine Idee war es, neun Säulen als Symbol für die neun Tugenden in einem Halbkreis neben die Eiche zu reihen. Der Eichenbaum, der den Baum des Lebens symbolisiert, vereint sich so mit den Früchten des Geistes. Die neun Tugenden sind auf dem oberen Ende der Säulen auf einem Glasdach dargestellt. Sie sind also von außen nicht zu sehen. Erst wenn man sich den Säulen nähert und durch die Öffnung blickt, werden diese durch einen Spiegel im Inneren der Säule sichtbar. Bei uns Menschen ist es genauso. Um mehr über die Persönlichkeit zu erfahren, muss man sich ihm nähern, man muss ihn sozusagen „durchblicken“. Man ist neugierig darauf, was einen erwartet.Auch diese neun Säulen sollen die Neugierde der Menschen wecken und zum näheren Hinschauen verleiten.

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STATION 5

  • Kapelle mit Gnadenbild „Mariahilf“
  • Inhalt: Haus Gottes
  • Bibelstelle: Wir sind Gottes Mitarbeiter! Ihr seid Gottes Ackerfeld! Ihr seid Gottes Bau! Wisst ihr nicht, dass ihr Gottes Tempel seid und der Geist Gottes in euch wohnt!? 1 Kor 3,9 und 16
  • Beschreibung

Die Kapelle, in der früher dieses Muttergottesbild stand, befand sich auf einem Grundstück der Familie Dietrich in Untermieming, heute „Hoher „Weg“. Der Wallfahrtsweg von Telfs nach Locherboden führte übers „Buach“ und die Nothelferkapelle an diesem Gnadenbild vorbei, das bei der Bevölkerung allgemein als „Mariahilf“ bezeichnet wurde. Jedoch hat dieses Bild nichts mit dem Gnadenbild Mariahilf von Lukas Cranach gemeinsam, sondern ist eindeutig der Gnadenmutter von Mariazell zuzuordnen. Im Zuge der Grundzusammenlegung (Arrondierung) wurde die Kapelle abgerissen und das Bild vorübergehend von der Familie Dietrich verwahrt. Auf Wunsch von Pfarrer Alois Kathrein sollte das Bild wieder eine dauernde Bleibe bekommen. So entschloss sich die Familie eine neue Kapelle hier an dieser Stelle (Pfarrgrund) zu errichten. Im Jahre 1985 wurde bei einer Maiandacht diese Kapelle von Pfarrer Kathrein geweiht.

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STATION 6

  • Inhalt: Weggemeinschaft – Wer ist mein Begleiter?
  • Bibelstelle: Jesus begleitet die beiden Emmaus-Jünger auf dem Weg von Jerusalem nach Emmaus, legt ihnen die Schrift aus, kehrt bei ihnen ein und bricht das Brot für sie. Da erkennen sie ihn! Während sie miteinander redeten, kam Jesus hinzu und ging mit ihnen. Und nachdem sie ihn erkannt hatten, als er das Brot brach, sagten sie zueinander: Brannte uns nicht das Herz in der Brust, als er unterwegs mit uns redete und uns den Sinn der Schrift erschloss? Lk 24,13-35
  • Künstlerin: Dominika Krismer
  • Interpretation der Künstlerin

Zur Symbolisierung dieser Station habe ich eine Art Labyrinth, das aus zwei offenen Oktaedern besteht, als Grundform gewählt. Im Inneren der Station kann sich der Besucher auf die geistige Suche nach seinem Begleiter begeben, um die ihm gestellte Frage für sich selbst zu beantworten.

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STATION 7

  • Jakobsbrunnen
  • Inhalt: Wo sind meine Lebensquellen?
  • Bibelstelle: Wen dürstet, der komme zu mir, und es trinke, wer an mich glaubt! Wie die Schrift sagt: Aus meinem Inneren werden Ströme von lebendigem Wasser fließen! Damit meinte er den Geist, den alle empfangen sollten, die an ihn glauben! Joh 7,37-39
  • Beschreibung

Über die Geschichte dieses Brunnens konnte wenig in Erfahrung gebracht werden, mit der Ausnahme, dass seit Menschengedenken hier eine Viehtränke gestanden hat. Das erfrischende Wasser der Labung diente vorbeikommenden Pilgern und Wanderern. Nachdem die Quellfassung immer wieder verschüttet wurde und das Wasser ausblieb, wurden Quellfassung, Leitung und Brunnen im Jahre 1977 erneuert. In der Überlieferung blieb erhalten, dass hier einst der Jakobs-Pilgerweg vorbei geführt haben soll, und so wurde mit Recht und in Voraussicht auf einen Trend der heutigen Zeit dieser Brunnen „Jakobsbrunnen“ genannt.

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STATION 8

  • Waldlichtung
  • Inhalt: Friede bringen
  • Bibelstelle: Aus Furcht vor den Juden hatten sich die Jünger bei verschlossenen Türen versammelt, da trat Jesus in ihre Mitte! Jesus sagte zu ihnen: Friede sei mit euch! Dann hauchte er sie an und sagte: Empfanget den Heiligen Geist! Joh 20,21-22
  • Gedanken

Wir Menschen brauchen immer wieder Momente der Ruhe und der Besinnung. Sie geben uns die Möglichkeit zur Entspannung und zur stillen Wahrnehmung. Sie machen uns offen für das, was uns umgibt: Die Natur, die Mitmenschen …

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STATION 9

  • Inhalt: Hindernisse, Stolpersteine
  • Bibelstelle: Die Werke des Fleisches sind deutlich erkennbar: Unzucht, Unsittlichkeit, ausschweifendes Leben, Götzendienst, Zauberei, Feindschaften, Streit, Eifersucht, Jähzorn, Eigennutz, Spaltungen, Parteiungen, Neid und Missgunst, Trink- und Essgelage und Ähnliches mehr! Gal 5,19-21
  •  Künstlerin: Alexandra Hailer
  • Interpretation der Künstlerin

Meine Grundidee besteht aus einfachen geometrischen Formen. Die insgesamt 16 Holzplatten haben verschiedene Abstufungen. Sie symbolisieren die unterschiedlich großen Stolpersteine und Hindernisse, die im Laufe eines Lebens zu bewältigen sind. Die 80 Glasscheiben zeigen auf zwei Seiten die Einschnitte im ganzen Leben. Die anderen zwei Seiten sind mit farbigem Kunstharz verklebt. Die Farben und die eingeschlossenen Luftblasen sind Symbol für zukünftige aber auch schwerwiegendere Probleme. Der Betrachter kann um die Skulptur herumgehen und sie aus den unterschiedlichsten Blickwinkeln betrachten. Die Lichtbrechung des Glases kommt dabei zur vollen Entfaltung. Auch die symbolisierten Hindernisse und Stolpersteine wirken, je nach Standort des Betrachters, immer wieder anders und können so eventuell überwunden werden.

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STATION 10

  • Inhalt: Jesus, der Weg
  • Bibelstelle: Jesus sagte zu Thomas: Ich bin der Weg und die Wahrheit und das Leben! Joh 14,6
  • Künstler: Martin Watzlawek
  • Interpretation des Künstlers

Die Entscheidung für diese Station konnte ich auf Grund der perfekt gewählten Örtlichkeit und der dazu gestellten Bibelstelle sehr schnell treffen. Hauptaugenmerk meiner Überlegungen war „der Weg“. Um die Freiheit der Richtungsentscheidung des Menschen darzustellen, wählte ich hier die Form des Dreiecks. Drei Wege, dreimal die Freiheit der persönlichen Wegwahl ohne Einschränkungen. Die Wahrheit bzw. Reinheit und Ehrlichkeit möchte ich mit den sehr reinen und klaren Werkstoffen ausdrücken. Zum Einen der Beton mit seiner hellen, glatten und gleichmäßigen Oberfläche und zum Anderen das Glas, welches Einblicke zulässt und keine Geheimnisse verbirgt. Das Leben stelle ich in Form eines Baumes dar, der trotz des von Menschenhand geschaffenen Objektes seinen Platz zum Leben gefunden hat.

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STATION 11

  • Bötlerkapelle
  • Inhalt: Nächstenliebe
  • Bibelstelle: Nachdem Jesus seinen Jüngern die Füße gewaschen hatte, sagte er zu ihnen: Begreift ihr, was ich an euch getan habe? Ihr sagt zu mir Meister und Herr, und ihr nennt mich mit Recht so, denn ich bin es! Wenn nun ich, der Herr und Meister, euch die Füße gewaschen habe, dann müsst auch ihr so handeln, wie ich es euch getan habe! Joh 13,13-15
  • Beschreibung

Eine Besonderheit stellt das Fehlen einer Absperrung (Gitter) dar. Dies könnte darauf zurückzuführen sein, dass der ursprüngliche Zweck der Kapelle Schutz und Unterstand für Bettler, Arme und Kranke war. Später nutzten auch Wanderer und Wallfahrer nach Locherboden die Kapelle als Unterstand bei Schlechtwetter.Auch führte an der Kapelle der alte Salzweg vorbei. Das Salz wurde von Hall aus auf dem Inn verschifft, in Telfs umgeladen und dann auf dem Landweg über Nassereith Richtung Lindau transportiert.

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STATION 12 

Heilig-Geist Kirche

Bauhofleiter Bernhard Schreter und Montagearbeiter mit der Erinnerungstafel

Die Baugeschichte des Sozial-Pastoralen Zentrums Hl. Geist

Als Herzstück der neuen Wohnsiedlung im Westen von Telfs gilt die Hl. Geist Kirche mit einem sozial-pastoralem Zentrum.

Bei klarer Sicht reicht der Blick über das Inntal bis zum Patscherkofel und zur Martinswand nach Zirl.

„Die Idee, hier eine Kirche zu bauen, stammt von unserem Bischof“, freut sich Alt-Dekan Franz Saurer. „Vor allem die Firmlinge sollen diese Kirche im Rahmen der Sakramentenvorbereitung besuchen“, erklärt der Alt-Dekan.

Ein Besinnungsweg mit einer Gehzeit von ca. 3 Stunden verbindet seit dem Oktober 2007 die Hl Geistkirche mit dem Wallfahrtsort Maria Locherboden. Dieser Weg wurde unter Dekan Dr. Peter Scheiring und BGM Dr. Opperer Stephan in die Tat umgesetzt.

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Entstehung der Hl. Geist Kirche und des Zentrums

 

24. August 1998

Besuch von Bischof Dr. Alois Kothgasser in Telfs Besiegelung zum Bau der Jubiläumskirche zum Jahr 2000.

Zeitzeugen dieser Idee am Schlichtling sind Alt-Dekan Msgr. Franz Saurer, Pfr. Cons. Erich Frischmann und (damals noch als Diakon) der jetzige Dekan Dr. Peter Scheiring

 

10. Juni 2000

Grundsteinlegung für das Pastorale Zentrum und die Hl. Geist-Kirche 18-monatige Bauzeit unter der Schirmherrschaft der Wohnbaugesellschaft TIGEWOSI zusammen mit Architekt Peter Thurner und dem Bauleiter der Pfarre Peter und Paul, Msgr. A-Dekan Franz Saurer

 

26. Oktober 2002

Feierliche Einweihung der Hl. Geist Kirche und Segnung der Glocken durch Bischof Dr. Alois Kothgasser Errichtung des Pfarrvikariates und Installierung des ersten Pfarrvikars: Dr. Peter Scheiring 

 

21. Oktober 2007

5 Jahres Feier der Hl. Geist Kirche und Einweihung des Besinnungsweges durch Bischof Dr. Manfred Scheuer

 

26. Oktober 2012

10 Jahr Feier in Hl. Geist: wunderbar!

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Architekt Peter Thurner 

 

1941 in Innsbruck geboren, absolvierte Peter Thurner sein Studium in Graz. Nach zwei Jahren in London gründete er 1969 das Büro M9 in der Maria-Theresien-Straße in Innsbruck. Bauten in Tanzania (Gesundheitszentrum), in Kolumbien (Schulzentrum) oder der Congress Innsbruck erinnern heute an den 2005 verstorbenen Architekten.

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Die Künstler

Maurizio Bonato

1953 geboren, nimmt Maurizio Bonato 1981 die österreichische Staatsbürgerschaft an und schließt das Studium der Kunstgeschichte in Innsbruck ab. Seither prägt Bonato das Bild vieler sakraler und profaner Bauten in Tirol und wurde für sein Schaffen zahlreich ausgezeichnet. Im Krankenhaus Reutte und Kitzbühel, am Gymnasium Kettenbrücke oder in der theologischen Fakultät in Innsbruck kann man seine Werke betrachten.

Kontakt: www.mauriziobonato.at/de/

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Chryseldis Hofer-Mitterer

Chryseldis Hofer-Mitterer: Geboren am 25. Oktober 1948 in Landeck/Tirol. Schülerin des Malers und Kunsterziehers Herbert Danler. 1966 Aufnahme in die Akademie der Bildenden Künste in Wien. Aufenthalte in Kreta und auf der griechischen Insel Syphnos. 1974 Diplom mit Meisterschulpreis bei Rudolf Hausner. Seither freischaffende Künstlerin, verheiratet mit dem Autor Felix Mitterer, eine Tochter Anna.

Die Oberländer Künstlerin Chryseldis Hofer-Mitterer bekennt, dass sie sich, Anfang der neunziger Jahre »in den Stein verliebte«. Bei den hellen Steinen, inmitten von Maschinen, Farbdosen und Papierbogen behält sie ihren Arbeitsplatz auch nach der Übersiedlung nach Irland. Stehpult, Arbeitsschürze, Zeichenblock sind bereit. Die Werkstätte Stecher & Stecher in Affenhausen (Gemeinde Wildermieming) wird wohl Chryseldis' wichtigster Tirol-Stützpunkt bleiben.

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Das soziale pastorale Zentrum von Hl. Geist beherbergt verschiedenste soziale Einrichtungen

Der Kindergarten (ehem. Kinderkrippe)

Der Kinderhort

Eine Abteilung der Regionalstelle der Caritas - Lebensberatung soziale Beratung

 

Architekt  hl geist